Kreuzfest in Maalula

13. September - alle Jahre wieder

 

Maalula liegt rund 50 km nordöstlich von Damaskus, beherbergt die angeblich älteste Kirche der Welt und seine Bewohner sprechen nebst Arabisch nach wie vor Aramäisch, die Sprache Jesu. Kein Wunder also, dass das Kreuzfest, das fast alle christlichen Regionen im Nahen Osten begehen, am liebsten in Maalula gefeiert wird.

 

Die Geschichte geht so: Konstantin der Große (ca. 280- 337) entsandte auf Wunsch

seiner Mutter, Kaiserin Helena, Boten nach Jerusalem, um dort unter einem römischen Tempel das Kreuz Christi zu suchen. Sobald sie es gefunden hätten, sollten sie die Nachricht durch Feuerzeichen verbreiten. Und so geschah es.

 

Sie entfachten auf einem Berg Feuer - die Botschaft wurde von umliegenden Orten empfangen und mittels weiterer Feuer weitergeleitet. Die Nachricht ging von Burg zu Burg und von Berg zu Berg, bis sie die Kaiserin erreichte.

Zur Erinnerung an dieses Ereignis werden

jährlich im September große Feuer entzündet.

In Maalula besteigen die Leute in Begleitung von Geistlichen

die beiden Felsen, entzünden die Feuer, um dann wieder ins

Dorf zurückzugehen - und Party zu feiern. Die beginnt so

richtig, wenn ab neun, halb zehn Uhr die auf dem Berg

verbliebenen Jugendlichen Feuerräder herunter purzeln

lassen. Damit dies nicht ins Auge geht, steht die Feuerwehr

beifuß. Ob sie allerdings im Notfall durch die Menschenmassen

auch durchkäme ist so eine Frage für sich.

Ansonsten: Luftballons und Zuckerwatte verkaufende Mickey

Mäuse, Kirschtee in den Strassen, Dabke-Tänze auf sämtlichen

Balkonen, trommelfellfeindliche Feuerwerke und -

hm, ein gut Maß an Koexistenz. Zumindest sieht es so aus ...

 

 

 

 

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